Zahnimplantate

Um bei fehlenden Zähnen die entstandenen Lücken bestmöglich zu schließen, bietet sich ein künstlicher Zahnersatz durch Zahnimplantate geradezu an. Sie sind die Mittel der Wahl, um durch Unfälle, Karies Parodontitis oder anderweitig verlorene Zähne zu ersetzen. Ein Zahnimplantat wird direkt in den Knochen des Ober- oder Unterkiefers eingebracht. Es ist das Fundament, auf das der passende Zahnersatz aufgeschraubt wird. Der so eingesetzte künstliche Zahn fügt sich makellos in die vorhandenen Zahnreihen ein. Die vor dem Eingriff physisch und mental belastende Zahnlücke ist verschwunden. Zahnimplantate sind mindestens genauso stabil wie natürliche Zähne und dienen mitunter auch als Stützzahn für Brücken oder Prothesen.

Bild von zwei ZahnimplantatenZahnverluste können bis ins hohe Alter mit Zahnimplantaten kompensiert werden. Selbst bei massivem Zahnverlust, wenn nur noch wenige bis keine Zähne mehr vorhanden sind, lässt sich mit der All-On-4 oder All-on-6 Methode ein festsitzender Zahnersatz realisieren. Bei diesen Verfahren werden vier bis sechs Zahnimplantate pro Kiefer eingesetzt, die als stabile Verankerung für Brücken und Prothesen dienen und damit innerhalb kürzester Zeit leidenden Menschen ein neues und voll belastbares Gebiss schenken.

Unser Zahnarztzentrum in München Grünwald ist spezialisiert auf das Einsetzen von Zahnimplantaten und bietet Ihnen ausschließlich außerordentlich erfahrene Zahnärzte an, die sie fachkundig und kompetent individuell behandeln können und werden.

Zahnimplantate setzen – Wie geht das?

Zahnimplantate zu setzen bedarf Expertise und professionelle Schulung. Nur darin ausgebildete Zahnärzte dürfen diese Form der Zahnbehandlung vornehmen. Das Einsetzen eines Implantats ist schmerzfrei und wird mit örtlicher Betäubung durchgeführt. Als erstes verwendet der Zahnarzt einen speziellen Bohrer, um innerhalb kürzester Zeit ein kleines Loch für das einzusetzende Zahnimplantat im Kiefer zu schaffen.

 

Nachdem das Implantat anschließend vorsichtig eingeführt wurde, wird das beschädigte Zahnfleisch vernäht, damit alles gut abheilen kann. Nun folgt eine 2-3 monatige Einheilzeit, in der das Zahnimplantat mit dem Kiefer verwächst. Sobald das Implantat die nötige Stabilität im Kiefer erreicht hat, wird der sichtbare Zahnersatz aufgesetzt und die Implantation ist abgeschlossen.

Wie sind Zahnimplantate aufgebaut?

Skizze zum Aufbau von Zahnimplantaten

In der Regel besteht ein Zahnimplantat aus zwei separaten Teilstücken. Der Teil, welcher in den Kiefer eingeführt wird und als künstliche Zahnwurzel fungiert besteht in der Regel aus Titan oder einem Titanverbundmaterial. Es hat die Form einer Schraube und ist biologisch neutral. Das bedeutet, dass es vom Körper sehr gut aufgenommen werden kann und problemlos mit dem Kiefer verwachsen kann.

 

Sobald die Ausheilung der künstlichen Zahnwurzel abgeschlossen ist und das eingeführte Zahnimplantat voll belastet werden kann, kommt der zweite Teil des Implantats ins Spiel. Der obere Teil des Zahnimplantats ist dann der nach außen hin eigentlich sichtbare Teil des künstlichen Zahnes. Er dient entweder als einzelne Zahnkrone oder als festsitzender Bestandteil einer Brücke oder Prothese. Einteilige Zahnimplantate bei der die künstliche Zahnwurzel und der Aufbau in einem Stück vereint sind, sieht man eher selten. Neben möglichen Problemen in der Ausheilungszeit können auch nicht korrigierbare Fehlstehlungen und damit Fehlbelastungen auftreten. Während man in solchen Fällen das gesamte Implantat austauschen müsste, reicht bei zweiteiligen Zahnimplantaten fast immer der Austausch des Aufbaus, was wesentlich leichter umzusetzen ist.

 

Neben  Titan oder Titanverbundmaterialien werden in manchen Fällen auch Zahnimplantate aus Keramikverbundstoffen wie Zirkondioxid eingesetzt. Ein weitere Besonderheit sind Miniimplantate, die minimal invasiv sind und schnell und problemlos eingesetzt werden können. Miniimplantate können jedoch nicht grundsätzlich statt normaler Zahnimplantate verwendet werden. Für eine genaue Einschätzung konsultieren Sie bitte einen unserer Zahnärzte.

Wie lange ist ein Zahnimplantat haltbar?

Ein fachmännisch eingeführtes Zahnimplantat kann so lange wie ein natürlicher Zahn im Kiefer halten. Dies belegen auch diverse Langzeitstudien, die bestätigen, dass ein künstlicher Zahnersatz problemlos zehn bis zwanzig Jahre in seiner Verankerung verbleibt. Alternativen in Sachen Zahnersatz werfen alle früher das Handtuch.

 

In Punkto Haltbarkeit ist es beim Zahnimplantat grundsätzlich wie beim Auto. Pflegt man es gut und achtet auf eine anstandslose Zahnpflege, dann geht es auch dem künstlichen Zahn gut. Zur vorbildlichen Zahnpflege gehören zweimaliges Zähneputzen am Tag, Einsatz von Zahnseide und eine halbjährliche professionelle Zahnreinigung vom Zahnarzt.

 

Gefahren für das Zahnimplantat drohen bei Entzündungen des Knochengewebes. Sollten diesbezüglich verdächtige Beschwerden, heißt es schnell zum Zahnarzt. Weiterhin bringen sich Raucher durch häufigen Glimmstengel-Genuss in Gefahr. In der Ausheilungsphase ist Rauchen sogar komplett tabu, da die Durchblutung gestört wird, was den Heilprozess hemmt und zusätzlich Giftstoffe in die frische Wunde gelangen können.

Wie lange dauert die Behandlung?

Für die reine Einbringung eines Zahnimplantats muss man zwischen 30 und 60 Minuten rechnen. Der Eingriff geht also sehr schnell vonstatten. Nach dem Eingriff braucht das Implantat in der Regel zwischen 2 und 3 Monate bis es stabil mit dem Kiefer verwachsen ist und der Zahnaufbau in Form einer Krone oder eines Brückenpfeilers aufgeschraubt werden kann.

 

In einzelnen Fällen kann ein Zahnimplantat aufgrund einer ungenügenden Knochendichte bzw. eines zu dünnen Kiefers nicht direkt eingebracht werden. Beim betroffenen Kiefer greift man dann zu einer bewährten Methode des Knochenaufbaus, bis er die nötige Stärke und Dicke für das Einbringen von Zahnimplantaten erreicht hat.

Wie läuft die Behandlung genau ab?

  1. Erstes Gespräch mit einem unserer auf Zahnimplantate spezialisierten Zahnärzte mit ausführlicher Beratung, Untersuchung und Kostenvoranschlag
  2. Prüfung auf Machbarkeit: unter Umständen muss vor dem Eingriff eine Zahnsanierung oder Parodontitisbehandlung erfolgen
  3. Sicherstellung der erforderlichen Kieferstabilität und Tiefe: bei einer Kontraindikation wird vorab ein Knochenaufbau durchgeführt
  4. Eigentlicher Eingriff bei ambulanter Betäubung: das Implantat wird schnell und schmerzfrei in den Kiefer eingeführt
  5. Heilphase: das Implantat verwächst in einem Zeitraum von 2-3 Monaten mit dem Kiefer und erhält so die nötige Stabilität
  6. Aufsetzen des Zahnaufbaus: je nach Funktion wird eine Krone oder ein Stützzahn für eine Brücke oder Prothese auf die künstliche Zahnwurzel aufgeschraubt

Zahnimplantate gehören zu den kostenintensivieren Behandlungsmethoden der Zahnheilkunde. Sie versprechen allerdings auch die höchste Haltbarkeit und fügen sich perfekt in das vorhandene Gebiss ein. Bei Ihrem ersten Termin klärt Sie Ihr Zahnarzt nach eingehender Voruntersuchung über alle Möglichkeiten und Alternativen auf und wird Ihnen alle noch vorhandenen Fragen in Ruhe und ausführlich beantworten. Selbstverständlich erhalten Sie auch schon einen unverbindlichen Kostenvoranschlag.

 

Sobald Sie sich für das Einsetzen von einem oder mehreren Zahnimplantate(n) entschieden haben, wird abgeklärt, ob alle Voraussetzungen gegeben sind. Eine eventuelle bestehende Parodontitis muss erst behandelt und ausgeheilt sein. Weiterhin kann es vorkommen, dass der Kiefer zu dünn oder nicht fest genug ist. In diesem Falle wird nach bewährten Verfahren der Kieferknochen an den entscheidenden Stellen wieder aufgebaut. Wenn alle nötigen Voraussetzungen gegeben sind, kann es nach der Durchführung einer professionellen Zahnreinigung losgehen. Das Einbringen des ersten Teils des Zahnimplantats, der künstlichen Zahnwurzel, erfolgt bei lokaler Betäubung und ist schmerzfrei. Anschließend wird das für den Eingriff aufgeschnittene Zahnfleisch drum herum vernäht und die Ausheilzeit kann beginnen.

 

Nach einer Heilungsheilphase von 2-3 Monaten ist die künstliche Zahnwurzel fest mit dem Kieferknochen verwachsen und der vorher besprochene Zahnaufbau wird auf das gesetzte Implantat aufgeschraubt. Bei einzelnen Zähnen ist der Zahnaufbau eine Krone. Als stabilisierende Eckpfeiler für Brücken und Prothesen sind die entsprechend präparierte Stützzähne.

Was Sie vor und nach der Einbringung des Implantats beachten sollten?

  • Zahnfleisch- und Wundheilung
  • Zahnpflege
  • Essen und Trinken
  • Rauchverzicht

Geben Sie der Wunde Zeit in Ruhe abzuheilen und vermeiden Sie unnötiges Berühren mit Finger oder Zunge. Um eine mögliche Schwellung gleich im Ansatz zu vermeiden, verwenden Sie direkt nach dem Eingriff Kühlbeutel. Achten Sie jedoch darauf, dass der Kühlbeutel nicht direkt auf dem Zahnfleisch aufliegt und umwickeln Sie den Beutel mit einem Stück Stoff oder einem dünnen Handtuch. Die Fäden im Zahnfleisch werden ca. nach einer Woche gezogen. Während dieser Zeit kann es zu kleineren Blutungen an der Wunde kommen. Sollte eine Blutung länger andauern oder anhaltende Schmerzen oder Fieber auftreten, melden Sie sich bitte direkt bei uns im Zahnarztzentrum.

 

Für die ersten sieben Tage nach dem Eingriff verwenden Sie bitte die vom Zahnarzt verordnete Mundspülung. Beim  Zähneputzen achten Sie bitte darauf den Wundbereich in dieser Zeit auszusparen. Mundduschen dürfen in der ersten Woche nicht benutzt werden.

 

Warten Sie nach dem Eingriff mit der ersten Mahlzeit so lange, bis die Betäubung vollständig abgeklungen ist. Vermeiden Sie weiterhin in den ersten Tagen sehr feste Nahrung. Am besten bietet sich eine Ernährung über gut gekochtes Gemüse, Suppen oder generell flüssige und breiige Speisen an. Was das Trinken angeht, meiden Sie in der ersten Woche bitte Softgetränke, Alkohol, Kaffee und schwarzen oder grünen Tee.

 

Falls Sie Raucher sind, müssen Sie jetzt stark sein: lassen Sie mindestens eine Woche die Finger von Tabak und Nikotin, da sich Rauchen sehr negativ auf die Wundheilung auswirkt.

Was kostet ein Zahnimplantat und was zahlt die Krankenkasse?

Die Einbringung von Zahnimplantaten sind individuell für jeden Patienten maßgeschneidert. Es kommen meist mehrere Faktoren zum Tragen, die sich gegenseitig beeinflussen und beachtet werden müssen. Neben dem reinen Eingriff an sich, kommt es auch darauf an, ob vorbereitend eine Parodontitis behandelt oder ein Knochenaufbau im Kiefer erfolgen muss. Material und Hersteller des einzubringenden Implantats wirken sich ebenfalls auf die Kosten aus. Schließlich kommt es auch auf die Anzahl der einzubringenden Zahnimplantate an. Ist es nur eins oder werden mehrere benötigt?

 

Für eine genauen Kostenanschlag machen Sie bitte einen Ersttermin in unserem Zahnarztzentrum aus. Wir bieten Ihnen in jedem Fall die beste und sinnvollste Variante an und beraten Sie auch hinsichtlich möglicher Alternativen. Zur Frage, was die Krankenkasse an Kosten übernimmt, kommt es auf Ihren Versicherungsschutz an. Gesetzliche Krankenkassen zahlen bestimmte Festzuschüsse. Weit mehr Kosten übernehmen Private Krankenversicherungen oder Zahnzusatzversicherungen. Wie viel im Einzelfall von der Krankenkasse oder Zusatzversicherung getragen wird, muss von Fall zu Fall individuell im Vorfeld bestimmt werden. Bei weiteren Fragen und zur Erstellung eines unverbindlichen Angebotes stehen Ihnen unsere Zahnärzte des Zahnarztzentrums München Grünwald jederzeit zur Verfügung.

Infos

Zahnarztzentrum Gruenwald
Zahnarzt Dr. Misovic 

Lena-Christ-Straße 1
82031 Grünwald

Tel.: 089-6411394
Mail: info@zahnarztzentrum-gruenwald.de
Web: www.zahnarztzentrum-gruenwald.de

Impressum & Datenschutzerklärung